Freunde finden ab 60

Mit 60 zählt die Familie neben den eigenen Freunden viel. Doch was ist, wenn man gerade keine vorzuweisen hat?

Ein neuer Lebensabschnitt bringt Veränderungen mit sich, was häufig auch dazu führt, dass sich das soziale Umfeld verändert. In jedem Lebensalter, auch mit 60 Jahren, kann es geschehen, dass das soziale Umfeld auf einmal wegbricht.

Gründe dafür können vielfältiger Natur sein

  • Ein Arbeitsplatzwechsel und damit verbundener Umzug der Kinder in eine andere Region
  • Der eigene Partner verstirbt, oder er ist aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr so mobil wie zuvor. Wenn sich der Lebensmittelpunkt verschiebt, so kann das zu einem Gefühl von Isolation führen. Es fällt einem nicht mehr so leicht, neue Freunde zu finden wie früher. Dabei ist es eigentlich nicht so schwierig, wenn man weiß, wo man suchen muss.

In unserem  Ratgeber für alle ab 60 haben wir einen Überblick mit den wichtigsten Infos und Tipps für Sie zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen, neue Freunde zu finden – und vor allem richtige Freunde.

Die Regeln der Freundschaft bleiben ein Leben lang ähnlich

Freundschaft kann man nicht erzwingen, und das zu keinem Lebensalter. Es ist wie in einer Partnerschaft: Man muss sich kennenlernen, das Vertrauen muss wachsen. Denn zu Beginn steht Sympathie, und dann geht es darum, den ersten Schritt zu machen, um sich auf die andere Person einzulassen. Man sollte analysieren, wie man sich fühlt, ob man sich entspannen kann: Wenn man sich achtsam herantastet, kann auch eine Freundschaft fürs Leben entstehen. Wenn ein Freund bei einem bleibt und dabei alles Persönliche weiß, ohne dass er sich dabei unwohl fühlt, dann ist das ein echter Freund.

Ü60: Reife zeigen und dennoch an sich arbeiten

Wenn wir um die 60 herum sind, steht es, anders als in anderen Lebensphasen, nicht mehr im Zentrum, ob wir solo sind oder verheiratet. Vielmehr zählt: Was leisten wir für unsere Mitmenschen, die Gesellschaft? Insbesondere dann, wenn du nicht berufstätig bist, spielt es eine große Rolle, ob du etwa ehrenamtliches Engagement zeigst oder als Oma auf deine Enkel aufpasst, wenn Mama und Papa gerade arbeiten gehen.

Doch was ist, wenn man keine Kinder und dementsprechend Enkelkinder hat?

Sich ehrenamtlich für eine Sache zu engagieren, erfordert viel Überzeugung von der jeweiligen Sache selbst. Und manchmal hindert Angst vor Ablehnung daran, Kontakt zu Gleichaltrigen aufzunehmen, obwohl man weiß, was einem fehlt. Diese Unsicherheit kann eine Qual sein, vor allem, wenn bisherige Beziehungen gescheitert sind. Es ist nicht selten hilfreich, einen Angehörigen oder Freund um Rat zu bitten. Dabei kann man nach dem folgenden Fragemuster vorgehen:

  • Gibt es etwas, das dein Freund an dir bzw. du an deinem Freund auszusetzen hättest?
  • Wofür würdest du dich an seiner/deiner Stelle schämen?

Doch Achtung: Spielt ihr dieses Fragespiel, so können die Antworten zu ernsthaften Kränkungen des anderen führen.: Ihm werden schlagartig Dinge bewusst, die er/sie bisher nicht als Problem eingeschätzt hat. Deshalb ist es wichtig, bei den Antworten einfühlsam vorzugehen.

Wie man auf andere wirkt, ist hochgradig relevant, denn manchmal kann eine Eigenschaft oder kleine Eigenart befremdlich auf andere wirken, sodass sie keine Freundschaft mit dieser Person eingehen möchten. Nach der Analyse geht es darum, die Ursachen für den Mangel an Freunden zu beseitigen. Dabei hilft es, das Selbstvertrauen zu stärken und Gesprächsstrategien zu entwickeln, um Ängste zu überwinden. Aktiv unter Menschen zu gehen, ist dabei das wichtigste Werkzeug bei der Suche nach neuen Freunden. Wer interessante Veranstaltungen besucht, der wird dort meist andere Menschen treffen, die sich für das Gleiche interessieren. Das ist schon einmal eine gute Basis für ein Gespräch.

Gleichwertigkeit ist die Basis einer Freundschaft

Ein Gleichgewicht von Geben und Nehmen ist die Basis dafür, damit keiner den anderen ausnutzt. Ein gutes Anzeichen für Sympathie ist, wenn man sich spontan wohlfühlt, obwohl man die andere Person nicht wirklich kennt.

Darüber hinaus ist es essentiell, dem Gegenüber – auch wenn man es zurzeit noch nicht einmal richtig einschätzen kann – zu zeigen, dass man es ernst nimmt und loyal ist. So sollte man trotz einer Meinungsverschiedenheit Kritik so formulieren, dass sie nicht verletzt. Genauso wenig sollte man die Schwächen des anderen nutzen, um sich in einer Gruppe auf dessen Kosten zu profilieren. Das bedarf Achtsamkeit und der Bereitschaft, immer erst bei sich selbst nach Fehlern zu suchen. Menschen, die ihr eigenes Ego auf den Kosten ihrer Freunde aufwerten, müssen in jedem Fall an ihrer eigenen Persönlichkeit arbeiten.

Was können Sie daraus schließen?

Werfen Sie Energiezieher aus Ihrem Leben, und ignorieren Sie jeden Versuch, unnötig zu diskutieren oder auf andere Weise Druck aufzubauen. Man erkennt diese nicht ganz uneigennützige Art von Menschen am besten daran, dass sie ihren Energiehaushalt auf Kosten anderer laden und bei jeder Sache unsinnigerweise diskutieren, um ihr schwaches Ego zu trösten.

Menschen, die ihr Ego auf den Schwächen anderer aufbauen, fehlt

  • die Intelligenz, um einen komplexen Sachverhalt zu verstehen und dementsprechend Rücksicht auf die Schwächen des jeweiligen Freundes zu nehmen,
  • das Rückgrat, um eine andere Meinung zu akzeptieren und eigene Fehler einzugestehen
  • und die Kreativität, um freundlich zu sein, also dennoch den Bogen zur angenehmen Konversation schlagen zu können.

Was sollte man also bevorzugen – einen unaufrichtigen Menschen oder die Einsamkeit? Wer einen Mensch als Freund hat, der nicht ehrlich ist, wird vielleicht schon so manche Enttäuschung erlebt haben: Etwa wurde vereinbart, dass die Kosten für eine Internet-Bestellung von einem bestimmten Konto abgebucht werden. Später erfährt man jedoch, dass dieses Konto nicht gedeckt war. Das heißt: Mit unzuverlässigen Menschen erlebt man nicht nur so manche emotionale Enttäuschung, sondern kann auch finanzielle Nachteile haben.

Freund als Nummer oder als Person?

Im Alter von 60 + zählt – nicht anders als in jüngeren Lebensphasen – auch die Zahl der Freunde. Die tiefgründigste Freundschaft kann plötzlich nichts mehr wert sein, wenn der jeweilige Freund plötzlich damit beginnt, unzuverlässig zu werden und damit aus dem eigenen Leben schwindet.

Meinungsverschiedenheiten wird es in Freundschaften jeden Alters geben. Und wenn man einmal einer anderen Meinung ist, so sollte man dennoch freundlich, emphatisch und achtsam kommunizieren, sodass eine ehrliche und langanhaltende Freundschaft entstehen kann. Ein Mensch wird sich nur ändern, wenn ihm nicht nur die Freundschaft als Forum, sondern auch der Mensch dahinter wichtig sind.

Neue Freunde finden mit ü60?

Ähnliche Interessen und weitere Gemeinsamkeiten verbinden! Es gibt unzählige Hobbys, bei denen ein reger Austausch stattfindet, und die zu zweit oder in der Gruppe einfach mehr Spaß machen. Je nach Ausprägung der eigenen Persönlichkeit gehören dazu auch Reisen und Sport. Grenzen setzt dabei nur die eigene Fantasie. Dennoch kann sich die Suche nach neuen Freizeitpartnern ab einem bestimmten Alter als problematisch herausstellen. Sollte es aber daran liegen, dass Sie nun an dem einen oder anderen Zipperlein leiden, für das Sie sich schämen, so werden Sie bestimmt erstaunt sein, wie viele Personen in Ihrem Alter sich gern mit Ihnen zu diesem Thema austauschen würden.

Wenn Sie etwa zum Hausarzt gehen und auf Personen in Ihrer Altersgruppe treffen, werden Sie auf Anhieb sinnvolle Gesprächsthemen finden. Doch ausschließlich über Krankheiten zu reden, macht auch keinen Spaß. Wenn Sie allerdings in Ihrer Freizeitausübung durch bestimmte Erkrankungen eingeschränkt sind, kann Ihnen die Veröffentlichung einer Internet-Anzeige helfen, das Eis bereits vor dem ersten Treffen zu brechen.

Gesellen Sie sich unter die Silversurfer!

Traditionellerweise bieten Treffen wie Geburtstage einen Raum für interessante Gespräche, doch für gewöhnlich ist auch viel Smalltalk dabei – oberflächliches Geschwafel, das niemand braucht.

Das Internet hingegen bietet viele verschiedene Möglichkeiten, auf Anhieb Tiefgang anzupeilen und den Kontakt bei Nichtgefallen sofort abbrechen zu können.

Immer mehr Anbieter sind mittlerweile auf die spannende Zielgruppe der Menschen ab 60 aufmerksam geworden und entdecken diese als kaufkräftige, zuverlässige und einflussreiche Zielgruppe.

Das Internet für sich zu entdecken, macht viel Spaß. Es macht auch keinen Sinn, sich die Minderwertigkeitskomplexe einreden zu lassen, die man von jüngeren Generationen aufgeschwatzt bekommt: Klar kann die Tochter schneller an der Tastatur tippen und ist fitter in WhatsApp. Derweilen mag man das Internet mit eigenen Vorbehalten betrachten. Einer der Vorzüge der Internetsuche ist auf jeden Fall die Informationsfülle, die viel Zeit bei der Suche ersparen kann. Denn es lassen sich sehr viele Personen in einer ähnlichen Situation finden, die ebenfalls nach neuen Freundschaften und Bekanntschaften suchen. Nicht nur der Zugriff auf soziale Netzwerke ermöglicht das Schließen neuer Kontakte: Auch in Chatgruppen oder Foren kann man sich über interessante Themen und Gedanken austauschen. Auch wer für bestimmte Sportarten Partner sucht, wird leicht fündig werden: In Kontaktanzeigen kann man Tennis-, Tanz- oder Golfpartner zu finden, da für solche Zwecke Inserate und Gesuche auf den verschiedenen Kleinanzeigen-Märkten geschalten werden.

Es gibt darüber hinaus spezielle Plattformen für die Generation ab 60. Da dort nur Mitglieder in diesem Alter akzeptiert werden, ist alles komplett auf die Interessen und Bedürfnisse dieser Altersgruppe ausgerichtet. Dabei wird nicht nur der Bereich der Freundschaften abgedeckt, denn romantische Gefühle und Lebenspartnerschaften wollen ebenfalls ausgelebt und geknüpft werden. Der Nutzer kann sich hierbei frei nach Gusto entscheiden: Wie setze ich meine eigenen Prioritäten? Da der Datenschutz mittlerweile stark ins Visier geraten ist, kann man auch darauf vertrauen, bei großen Plattformen keine größeren diesbezüglichen Mängel befürchten zu müssen.

Internetangebote für Leute Ü60

Wer nicht nur neue Menschen kennenlernen möchte, sondern vielleicht auch alte Schulfreunde wiedersehen will, kann etwa auf stayfriends.de recherchieren. Diese Plattform ist genau für diesen Zweck konzipiert. Wer seine Freizeit gestalten will, findet auf freizeit60plus.de viele Gleichgesinnte, die eine aktive und abwechslungsreiche Zeit miteinander erleben möchten. Hier wurde der optimale Rahmen geschaffen, um schnell neue Leute kennenzulernen und sich austauschen zu können. Es ist dabei möglich, sich online mit neu geschlossenen Freunden zu verabreden und über Interessen zu reden.

Möglichkeiten im Real Life für Menschen ab 60

Manchmal liegt es an einem Mangel an sozialen Kontakten, dass man sich nicht traut, etwas Neues zu unternehmen und zu verreisen, oder dass man mit der Zeit den regelmäßigen Sport einstellt, weil man die Motivation verliert. Zur Bereicherung unterschiedlichster Lebensbereiche kann das Internet als Anlaufstelle genutzt werden, das in allen Fällen eine gezielte Suche bietet. Im Folgenden haben wir ein paar Vorschläge zusammengetragen: Welche Dinge im Real Life ermöglichen es Menschen ab 60, neue Freunde kennenzulernen?

Kulturelle Aktivitäten

Eine kreative und aktive Lebensgestaltung trägt zu Wohlbefinden und Zufriedenheit bei. So hält etwa ein Besuch im Museum geistig und körperlich fit, aber auch ein Tag in einer Gartenschau kann zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Sie selbst wissen, welche Präferenzen Sie haben und können aus Ihrem lokalen oder auch aus dem überregionalen Kulturangebot auswählen.

Manchmal werden vor Ort auch Programme und Aktivitäten für die Altersgruppe 60+ angeboten. Hierbei können Sie tolle Gelegenheiten für Gespräche über Kunst und Kultur führen. Wenn Sie dort lieber in Gesellschaft erscheinen, kommen als Begleitpersonen nicht nur Ihre Freunde infrage, sondern vielleicht auch Ihre Schwester/Ihr Bruder oder Ihre Tochter/Ihr Sohn.

Fitness und Sport

Neben Schwimmen ist auch Wassergymnastik ein schonender Weg, sich fit zu halten, und in der Gruppe ist es noch einfacher, sich gegenseitig zu motivieren und anzufeuern. Im Wasser sinkt die Belastung für das Skelett, sodass tragende Muskelmasse nach einer OP wieder möglichst schmerzfrei hochgepäppelt werden kann. Nordic Walking bietet eine ebenfalls schonende und den gesamten Körper fördernde Möglichkeit, zu wandern und so die Natur zu genießen. Eine Radtour mit Freunden ermöglicht gleichzeitig Bewegung, und man kann auch mal einen Tagesausflug in die nächstgelegenen Ortschaften oder Städte unternehmen. Dort gibt es oft nicht nur viel Kulturelles zu entdecken, sondern auch viel Kulinarisches zu genießen.

Trinken, essen und genießen

“Du bist, was du isst.” Das gilt auch mit 60+! Und mit so vielen Lenzen auf dem Buckel besitzt man auch einiges an Koch-Erfahrung! Doch man lernt nie aus: Ein Kochkurs in der Gruppe bietet viel Raum, um über Lieblingsessen zu sprechen und Rezepte auszutauschen. Sie als eingefleischte Köchin werden jetzt sagen: “Aber kochen kann ich doch schon.” Deshalb geben wir Ihnen den Tipp, über den Tellerrand zu schauen und einmal Rezepte anderer Kulturen kennenzulernen!

Oft werden solche Kochkurse von Bildungszentren oder direkt in einem Restaurant angeboten. Das Tolle ist, dass die vorgestellte Kost speziell für Menschen ab 60 gedacht ist, weshalb jeder richtig zulangen kann, und zwar ohne schlechtem Gewissen. Natürlich gehören Lokalempfehlungen und Ernährungstipps genau so dazu. Es ist immer etwas Besonderes, wenn man seinen Freunden oder neuen Bekannten ein tolles Restaurant präsentieren kann, oder diese richtig lecker bekocht. Das stärkt nicht nur den Zusammenhalt, sondern hält die Liebsten auch länger gesund. Ein neuer Trend sind sogenannte Kocherlebnisse, die ein richtiges Kulinarik-Event aus dem Hut zaubern. Dabei gibt es eine Menge geeignete Angebote und Themen für jede Gruppe und natürlich für jeden Geschmack.

Gemeinsam reisen und den Urlaub verbringen

Wer in jungen Jahren viel gearbeitet hat, der sollte das Alter als Gelegenheit wahrnehmen, um die Welt zu sehen und viel häufiger als in den Jahren zuvor eine Reise in Länder zu unternehmen, die man schon immer besuchen wollte. Leider fehlt dabei oft ein geeigneter Reisepartner, und die Lust vergeht genauso rasch, wie sie gekommen ist.

Die Angst, eine lange Reise alleine anzutreten, ist nicht ganz unberechtigt. Genau deshalb sind die Angebote von Reiseveranstaltern so erfolgreich, die Gruppenreisen anbieten, welche speziell auf die Bedürfnisse von Menschen ab 60 ausgerichtet sind. Hier wird ein Raum zum Austausch von Erfahrungen geboten. Geteilte Reisefreude heißt, dass man hinterher gerne über das redet, was man unterwegs erlebt hat.

Fazit

Inspiration ist immer der erste Schritt. Dann folgt die Vision, und mit etwas Motivation kann jeder Mensch ab 60 passende Begleiter für das eigene Leben und die Freizeit finden. Freunde finden ab 60 ist also keine Zauberei, auch wenn sich viele unserer Altersgenossen in einem gemachten Nest befinden und sich einer Vielzahl zuverlässiger Menschen bedienen können.